HERSBRUCK
(gz) - Aufbruchstimmung beim Rathausblock: Einstimmig nominierten 34
Mitglieder Fraktionssprecher Robert Ilg zum Bürgermeisterkandidaten
für die Wahl Ende Januar. Mehr als ebenso viele Gäste verfolgten den
Abend mit Brotzeit und Bier in der Fabrik von Stadtrat Peter Weinmann.
Schon vor der letzten Bürgermeisterwahl (Plattmeier siegte gegen
Dünkel), so erinnerte Ilg in seiner „Bewerbungsrede “, habe die
Hersbrucker Zeitung
die Frage aufgeworfen, ob er nicht mit antreten wolle. Damals hätte er
das zu früh gefunden. Nun, nach über siebenjähriger Stadtratsarbeit,
nach Jahren als Fraktionssprecher und neuerdings als Kreisrat fühle er
sich dem Amt als Rathauschef gut gewachsen.
Tatsächlich hat sich der Leiter der Hauptstelle der Raiffeisenbank
Hersbruck in den letzten Jahren zum führenden und tonangebenden Kopf
des Rathausblocks entwickelt. „Irgendwann hab ich gemerkt, dass er
Blut geleckt hat und ich ihn allein laufen lassen kann “, meinte sein
Förderer Stadtrat Günther Langheinrich launig.
Beim Verein Rathausblock, der derzeit 60 Mitglieder hat, sehen das
wohl alte und neue Kräfte genauso. Ilg war die treibende Kraft, bei
der letzten Stadtratswahl eine Reihe junger engagierter Frauen und
Männer für den FRB zu gewinnen. Ilgs Nominierung war seit langem
völlig unstrittig. Das zeigten nicht nur das einstimmige Votum aller
34 anwesenden Mitglieder, sondern auch kleine Details: Langheinrichs
Versprecher, man wähle jetzt „den Bürgermeister “ (statt den
Kandidaten) und die in der Versammlung ausbleibende Frage, ob Ilg
kandidieren wolle oder ob es weitere Bewerber gebe.
Dabei machte der 41-Jährige keine großen Wahlversprechen. Er habe zwar
eigene Ideen, aber bei der derzeitigen Finanzlage der Stadt komme „die
Pflicht vor der Kür “. Allerdings setze er auf „kreative Köpfe “ in
der Stadt. Schon bisher habe er sich als Mannschaftsspieler gezeigt.
Beim Ringen um eine Belebung der Innenstadt wie beim Konfliktthema
„Kinderkrippe gegen Feuerwehrauto “ habe er auf gemeinsam gangbare
Wege gesetzt.
Warum will ein beruflich erfolgreicher Familienvater das politische
Ehrenamt zum Hauptjob machen? Auch darauf gab Ilg in seiner freien
Rede eine einfache Antwort: „Es macht mir Spaß “. Von vielen Seiten
innerhalb der Freien, auch von Landrat Armin Kroder, erfahre er
massive Aufmunterungen dazu, aber auch „fast täglich “ in Gesprächen
mit Bürgern.

Einige von ihnen hatten die an sich eher langweilige Formalie einer
Kandidatenwahl wohl auch genutzt, um als Nicht-Vereinsmitglieder den
Kandidaten kennenzulernen. Ilg wurde 1968 in Berlin-Wilmersdorf
geboren. Im gleichen Jahr trat in Hersbruck zum ersten Mal mit Leo
Weber ein Rathausblock-Bewerber ums Bürgermeisteramt an.
Infos und Video unter www.robert-ilg.de
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